Igelhaus – Überwintern im eigenen Garten


Igelhaus Holz, Spitzdach mit variablem Eingangstunnel

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Der Igel ist je nach Art zwischen 10 und 45 Zentimeter groß und in der Regel nur Nachts beziehungsweise in der Dämmerung aktiv. Es gibt zwar insgesamt etwa 25 Igelarten aber in Deutschland ist nur der Braunbrustigel und der Westigel. Da jeder Igel in den kalten Monaten in den Winterschlaf geht, können wir Menschen ihn mit einem Igelhaus unterstützen und ihm einen komfortablen und schützenden Unterschlupf bieten.

 

 

Wie sieht der Igel aus?

Ein ausgewachsener Igel in Deutschland ist zwischen 24 bis 28 Zentimeter groß und hat ein Gewicht von 0,8 bis 1,5 Kilogramm. Ohne genaues hinschauen ist es nicht ganz einfach einen männlichen von einem weiblichen Igel zu unterscheiden. In der Regel sind männliche Igel jedoch schwerer als ihre Weibchen. Ansonsten kann man sie nur anhand ihrer Geschlechtsorgane beziehungsweise deren Lage und Form unterscheiden.

Schon bei der Geburt hat der Igel etwa 100 weiße Stachel, welche in der Rückenhaut zu finden sind. Bis die Tiere ausgewachsen sind, haben sie dann etwa 6000 bis 8000 Stacheln. Diese Stacheln schützen den Igel vor Gefahren. Bei, zum Beispiel, Berührung sorgt der Ringmuskel dafür, dass sich der Igel einrollt.

Sinnesorgane des Igels

Igel können nicht so gut sehen aber dafür um so besser hören und riechen. Der Hörsinn ist soweit ausgeprägt, dass es bis in den Ultraschallbereich hinein reicht. Auch der Geruchssinn ist sehr gut ausgeprägt. Neben dem Einrollen bei Gefahr können sie auch fauchen. Haben die kleinen Igel mal Schmerzen, kann man einen abgehackten Laut (Keckern) hören. Trifft der Igel auf  einen unbekannten Geruch, setzt er das sogenannte Jacobsonsche Organ ein. Er nimmt dabei den Geruchsstoff mit der Zunge auf und führt ihn dem Jacobsonschen Organ zu. Bei diesem Vorgang entsteht schaumiger Speichel, welchen man nicht mit Tollwut verwechseln sollte.

Nahrung

Die Nahrung, wie sollte es anders sein, nimmt der Igel durch den Mund auf. Dabei handelt es sich unter Anderem um Regenwürmer, Igel, Larven, Tausendfüssler, Schnecken, Spinnen, Ohrwürmer und in seltenen Fällen auch Asseln. Die Ohrwürmer mag der Igel, im Gegensatz zu Asseln, besonders gerne. Pflanzliche Nahrung nimmt der Igel nicht zu sich. Es kann natürlich sein, dass beim Verzerr pflanzliche Reste an der Nahrung sind.

Der Winterschlaf

Der Igel befindet sich etwa drei bis vier Monate eines Jahres im Winterschlaf. Dabei handelt es sich um die Monate, in welchen sie draußen kaum Nahrung finden. Bevor es richtig kalt wird und der Igel in den Winterschlaf geht, frisst er sich ein Fettpolster an von welchem er zerrt. Dieses Fettpolster ist sein Energievorrat für den Winterschlaf. Jetzt mag man denken, dass das nicht ausreichen kann. Dem ist aber nicht so. Der Igel fährt seine Körperfunktionen herunter und kann dadurch bis zu einem halben Jahr ohne Nahrung auskommen.
Wie weit fährt er seine Körperfunktionen runter?
Wenn der Igel wach ist, beträgt die Körpertemperatur 36 Grad. Bei seinem Winterschlaf geht die Temperatur bis auf etwa 5 Grad herunter und die Herzschläge senken sich ebenso von 180 bis auf etwa 8 Schläge pro Minute. Das heißt, sie atmen nicht 40 bis 50 mal je Minute sondern nur 3 bis 4 mal je Minute. Am Ende des Winterschlafs hat der Igel dann circa 20 bis 40 Prozent seines Körpergewichts verloren.

Wozu nun das Igelhaus und was ist ein Igelhaus?

Ein Igelhaus ist ein kleiner Holzkasten mit einem etwa 10 x 10 Zentimeter großen Eingang. Es bietet Igeln einen ruhigen Schlafplatz für ihren Winterschlaf. Gerade in einem aufgeräumten Garten ohne Blätter und Sträucher findet der Igel keinen Unterschlupf. Am liebsten überwintert der Igel in „unaufgeräumten“ Ecken mit Blättern und Sträuchern oder Gestrüpp und Holzstapel, sozusagen naturnah.

Wo sollte man das Igelhaus aufstellen?

Das Igelhaus sollte in einer geschützten Ecke im Garten platziert werden. Das bedeutet, dass an dieser Stelle im Garten kein Durchgangsverkehr herrschen sollte, es sollte schön ruhig sein. Dann sollten Sie ein paar Blätter und Reisig rund um das Haus legen und das Igelhaus auch etwas bedecken. Wer möchte, kann auch etwas Wasser dazu stellen.

Was passiert mit dem Igelhaus im Frühjahr?

Im Mai sollte der Igel das Haus verlassen haben. Diesen Zeitpunkt sollten Sie nutzen um das Haus zu reinigen. Verwenden Sie zum Reinigen auf keinen Fall Lösungsmittel oder andere Reiniger. Waschen Sie das Igelhaus ausschließlich mit Wasser, von innen und außen. Wenn das Haus sauber ist, befüllen Sie das Haus wieder mit Nistmaterial. Im Spätsommer können Sie dann eventuell mit Nachwuchs rechnen.

Gibt es vor dem Kauf etwas zu beachten?

Im Grunde können Sie bei dem Kauf nicht viel Falsch machen. Die meisten Igelhäuser werden als Bausatz geliefert. Das bedeutet, dass Sie für den Aufbau ein wenig Werkzeug benötigen. Sie müssen nur ein klein wenig handwerkliches Geschickt mitbringen. Ansonsten sollten Sie noch auf die Qualität des Hauses achten.

Welchen Vorteil hat ein Igelhaus?

Neben dem tollen Effekt die Igel zu unterstützen, hilft der Igel im Garten gegen den Schädlingsbefall. Der Igel ernährt sich unter Anderem von Schnecken und Raupen. Er ist also der ideale biologische Schutz für Ihre Pflanzen im Garten. Mit dem Igelhaus schaffen sie unter Umständen auch die Möglichkeit, den Igel dauerhaft im Garten zu halten.

Ein weiterer Vorteil ist der Schutz des Igels vor natürliche Feinden. Zu den Feinden gehören zum Beispiel Greifvögel und Katzen.

Das richtige Igelhaus finden

Um Ihnen den Kauf zu vereinfachen, haben wir einige hochwertige Igelhäuser mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis herausgesucht. Wem das aber nicht genügt, der kann sich unsere Amazon Bestseller Liste ansehen. Dort erklären wir auch warum gerade die Produkte zum Bestseller geworden sind.

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Bewertung:4.6 von 5 Sternen
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Wenn Sie noch weiteren Tieren etwas gutes tun möchten und die Entwicklung der kleinen Nützlinge fördern möchten, dann schauen Sie sich auch Insektenhotels und Nistkästen an. Insektenhotel oder auch Nistkästen fügen sich, wie das Igelhaus auch, unauffällig in den Garten ein.


Wer schreibt hier?
Henrik Kletzin Mein Name ist Henrik Kletzin. Für Fragen und Anregungen rund um das Thema Insektenhotel und Nistkästen, verwenden Sie das Kontaktformular.
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